Die Taz Berlin hat ein tägliches Karten Gewinnspiel. Email senden, hoffen das diese nicht zu Werbezwecken weiterverarbeitet wird, und schon ist man in der Lostrommel. Nach dem dritten Anlauf hatte ich dann auch sofort Glück und eine Freikarte für das Improvisationstheater gewonnen. Also habe ich mich dann am Freitag Abend auf den Weg zum English Theatre in Kreuzberg gemacht.
Obwohl von der Kontaktperson bei der Taz so angekündigt, stand ich nicht auf der Gästeliste. Die nette junge Dame an der Kasse hatte sich aber gut auf das Thema des Abends eingestellt und legte sich sogleich eine Erklärung parat und meinte: “ich hätte wahrscheinlich auf der gestrigen Gästeliste gestanden” und händigte mir die Eintrittskarte aus. So viel Flexibilität wünscht man sich öfters. Noch mit dem Gedanken beschäftigt, mit dieser Dame als Zugpferd, eine Schule für flexibles Handeln in der Arbeitswelt zu eröffnen ertönte das Gebimmel das mich zum Platz einnehmen aufforderte.
Mein erster Besuch eines Improvisationstheater sollte mir positiv in Erinnerung bleiben. Die 8-10 Schauspieler nahmen Vorschläge aus dem Publikum an, die dann Auslöser und Leitfaden für die daraufhin spontan entstehenden Szenen waren. So entwickelte sich ein ständig wechselndes Schauspiel mit sehr vielen unerwarteten Szenen. Gelenkt und begleitet wurden die Schauspieler durch einen ebenfalls improvisierenden Musiker. Ziel der Combo war es ein abendfüllendes Musical zusammenzubasteln. Ein alles in allem sehr gelungenes Experiment.